Es kann im Rahmen der Abheilung passieren, dass ein Piercing bzw. die Piercing-Kugel aufgrund der Schwellung im Rahmen der Wundheilung einzuwachsen drohen.

Allerdings ist das ein schleichender Prozess, der sich merkbar und spürbar ankündigt.

Es besteht also kein Grund zur Sorge, dass die Piercing-Kugel oder das Implantat von jetzt auch nachher in der Haut verschwindet.

Jedoch ist Gefahr in Verzug, wenn man feststellt, dass die Kugel oder die Disc eines Implantats in der Haut zu verschwinden droht.

Ebenso kann auch das Hinterteil eines Labret-Steckers in der Haut verschwinden; besonders gilt dies bei Piercings im Mund.

Allgemein neigen Schleimhaut-Piercings eher dazu als andere.

Jedoch muss man sagen, dass ein seriös gestochenes Piercing lang genug gewählt sein sollte, damit Letzteres nie passiert.

Bei Surface Piercings und Implantaten kann es aber immer wieder nach dem Stechen aufgrund einer starken Schwellung und der Tatsache vorkommen, dass man die Steglängen nicht beliebig wählen kann. Wenn sich das Einwachsen ankündigt, sollte man in den nächsten Stunden sein Piercing-Studio oder ein anderes aufsuchen, dem man sein vollstes Vertrauen schenkt.

Meist ist das Problem mit ein paar Handgriffen des Piercers und dem Tausch der Kugeln oder Aufsätze erledigt.

Hier und da muss ein längerer Stecker eingesetzt werden.

Als Kunde selbst die Kugel oder den Aufsatz zu tauschen, kann allerdings sehr gefährlich sein, denn in dem Moment, da man die alte Kugel bzw. den alten Aufsatz entfernt, kann der Stab oder das Implantat unter die Haut rutschen. Dann ist für Ottonormalverbraucher „Game Over“, denn um das wieder zu reparieren und zu bergen, braucht es Know-how und Werkzeug, das nur ein gut ausgerüstetes Studio hat.

Ich rate daher:

Wenn eine Kugel oder ein Aufsatz in die Haut zu rutschen bzw. einzuwachsen drohen, macht folgendes:

-> Aus der Praxis: Es sieht und fühlt sich schlimm an, ist es aber nicht. Wir retten das Piercing und lösen das Problem in den meisten Fällen