Titan ist ein sehr hochwertiges und spezielles Metall, welches durch seine spezielle Legierung (Ti6AL4V Eli) eine bemerkenswerte Langlebigkeit und außerordentliche Körperakzeptanz aufweist (Titan ist nickelfrei). Titan wird aufgrund seiner Biokompatibilität häufig als Material für Implantate im medizinischen Bereich verwendet (z. B. Schrauben und Platten) und bietet sich dadurch besonders als Piercing-Schmuck für den Ersteinsatz an. Wir nehmen daher am liebsten sterile Titan-Piercings für den Ersteinsatz nach dem Piercen.

Darüber hinaus ist Titan nickelfrei (nickelfreie Legierung) und hat deshalb ein ausgesprochen geringes Allergiepotential.

Weiterhin wurde festgestellt, dass Titanpartikel (Absonderungen) nicht toxisch (giftig), also nicht gesundheitsschädigend sind; die bei Titan entstehende Oxydschicht bietet außerdem eine höhere Korrosionsresistenz als Chirurgenstahl und somit eine höhere Verträglichkeit in, auf und unter der Haut.

Zudem ist Titan ca. 50 % leichter als Chirurgenstahl und somit an vielen Stellen des Körpers angenehmer zu tragen. Speziell bei Piercings wie Zunge, Intim & Brust ist der Gewichtsunterschied zu Chirurgenstahl 316L spürbar. Insbesondere bei gedehnten Piercings wie einem Prinz Albert oder an den äußeren Labien ist dies von enormem Vorteil.

Die Art und Weise, in der Titan bearbeitet wird, garantiert eine hochpolierte Oberfläche des Materials.

Jedoch ist Titan farblich stets dunkler als Chirurgenstahl, welches zum Teil fast so stark glänzt wie Edelstahl.

Titan hat eine schöne Farbe (silber-grau glänzend) und ist edel anzusehen. Hinsichtlich seiner Farbgebung ähnelt es Platin.

Titan ist nicht magnetisch und kann bei einem MR oder CT ohne Probleme im Körper bleiben. Auf einem Röntgenbild sieht man das Piercing, obgleich es der Aufnahme und dem Röntgen nicht schadet.

Titan leitet Strom, dadurch muss man bei vielen OPs ein Titan-Piercing entfernen. Obwohl es sich nicht erhitzen würde und die Gefahr, die hier angesprochen wird, gegen Null geht, schaffen es nur wenige Kunden, sich gegen die Meinung eines Arztes durchzusetzen. Strom sucht sich den Weg des geringsten Widerstands und stets den direkten Weg zum Abfließen. Somit ist es quasi ausgeschlossen, dass sich ein Titan-Piercing bei einer OP erhitzt und zu Verbrennungen führt.

Hier könnte das Ändern der Elektroden von Gleichstrom auf Wechselstrom vollständig Abhilfe schaffen, aber dazu sind die meisten Ärzte und Krankenhäuser schlicht nicht gewillt.

-> Für uns im Piercing-Studio ist Schmuck aus Titan das Nonplusultra – es ist eines der besten und meistgenutzten Materialien.