In der Regel vertikal zum Bauch gestochen, oft auch an beiden Seiten des Bauchnabels und zuweilen auch allen vier Seiten um den Bauchnabel herum platziert; wie auch immer – ein Hingucker und das beliebteste Piercings aller Zeiten.

Fast jedes Mädel will eines oder hat schon eines. Das Bauchnabel-Piercing gehört spätestens seit dem Jahr 2000 zu den „Must Haves“ der jungen Mädchen und natürlich auch der Erwachsenen.

Oft kommen Mutter und Tochter gemeinsam, die Tochter mit 14 Jahren, die Mutter mit 45 Jahren.

Das ist keine Ausnahme, sondern die Regel, denn früher waren Piercings eher selten und keiner traute sich, eines zu stechen.

Dennoch fasziniert es derart viele, dass so manche Kundin nach jahrzehntelanger Bedenkzeit zu uns kommen, um sich ein Bauchnabel-Piercing stechen zu lassen.

Es gibt ein Mindestalter, das gesetzlich vorgeschrieben ist: Man muss 14 Jahre alt sein, nach oben sind keine Grenzen; so ist die älteste Kundin 68 Jahre alt gewesen.

Geschichte:

Aus rituellen und ästhetischen Gründen war das Schmücken des Nabels in verschiedenen Kulturen bereits längere Zeit verbreitet. Beim Bauchnabel-Piercing handelt es sich jedoch um eine moderne Erscheinung des westlichen Kulturkreises ohne nachgewiesene historische Hintergründe, die sich erst in den 90er Jahren etablierte.

Abheilung und Pflege:

Der Heilungsprozess eines Bauchnabel Piercings variiert von 3 bis 5 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere äußere Piercings, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden.

Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Das Piercing sollte während der ersten 3 Monate nicht selbst gewechselt werden; nach 6 Wochen sollte man es beim Piercer gegen passenden Titanschmuck tauschen lassen.

Schmuck:

Für diese Art von Piercing eignen sich Bananen. Meist ist die untere Kugel größer als die obere. Man kombiniert gern 4 und 6 mm oder 5 und 8 mm, was die häufigste Variante ist.

Natürlich kann man auch einen offenen Ring (CBR) oder einen geschlossenen Ring (BCR) im Bauchnabel tragen.

Derzeit gibt es immer mehr farbige und peppige PTFE-Piercings, die oft im UV-Licht leuchten.

Man kann Titanschmuck, Goldschmuck oder PTFE als sterilen Ersteinsatz verwenden.

Schwangerschaft:

Was tun, wenn man Schwanger wird und schon ein Bauchnabel-Piercing hat?

Kein Problem, heutzutage gibt es sehr viel Schmuck, der gerade für das Tragen von Piercings in der Schwangerschaft konzipiert ist.

Man kann das Piercing mit speziellen Schwangerschafts-Piercings problemlos über die Schwangerschaft hinweg tragen und das Piercing bleibt erhalten.

Die Piercings sehen wirklich süß aus und haben nette Motive, die dem kommenden Ereignis gerecht werden.

Also keine Angst, man kann trotz eines Bauchnabel-Piercings problemlos schwanger werden.