Man könnte fragen: Was ist denn der Unterschied zwischen dem Klitorisvorhaut-Piercing horizontal und dem tiefen Klitorisvorhaut-Piercing? Äußerlich ähnelt es ja stark dem Triangle-Piercing und dem normalen KVH-H.

Die Unterschiede liegen in der Höhe bzw. in der Stelle an der Klitorisvorhaut, welche durchstochen wird, sowie in der Hauttiefe.

Das tiefe KVH ist etwas unterhalb des normalen KVH. Ziel ist es, die Klitoris zu unterstechen und sie dadurch sowohl von hinten bzw. vom Körperinneren her als auch von außen durch die Kugel (auf bzw. nahe der Klitoris) zu stimulieren.

Optisch sieht es so aus, als ob die Klitorisvorhaut rundum durch das Piercing geschützt ist.

Reiz:

Der sexuelle Lustgewinn ist beim tiefen horizontalen KVH deutlich höher als beim normalen Klitorisvorhaut-Piercing.

Das heißt nicht, dass man ständig von dem Piercing stimuliert würde: Es entfaltet seine Funktion erst, wenn es auch wirklich vom Partner oder von der Trägerin stimuliert wird, also bspw. nicht in der U-Bahn oder im Büro.

Je nach Kugelgröße und Stablänge kann man die Stimulation verstärken oder abschwächen.

Das Piercing stimuliert wirklich die Klitoris von hinten, das ist sehr angenehm und ein Gefühl, welches man ohne Piercing nicht zu spüren bekommt.

Schmuck:

Es gibt auch hier unzählige Möglichkeiten und Schmuckvariationen, wie man das KVH schmücken kann. Meist raten wir zu dem Einsatz eines Klemmkugelrings in 1,6 mm Stärke. Selten jedoch wird ein horizontal KVH auf 2,0 mm oder 2,5 mm gedehnt.

Anfangs kommt immer ein etwas größerer Ring zum Einsatz, welcher nach ca. zwei Wochen gegen einen kleineren getauscht wird. Je nach Anatomie und Kundenwunsch passen wir den Durchmesser individuell an.

Die Kugelgröße und der Ringdurchmesser machen viel aus. Anfangs empfehlen wir immer die Kombination aus 4 mm oder 5 mm Kugel. Später wollen die meisten Frauen, bedingt durch die sich dann einstellende Stimulation, größere Kugeln.

Wenige Kundinnen tragen im tiefen KVH einen geraden Stab, aber ab und zu kommt es vor, dass so etwas eingesetzt wird.

Wie dem auch sei – wir haben für jeden Wunsch den passenden Schmuck.

Abheilung:

Das Klitorisvorhaut-Piercing allgemein heilt unglaublich schnell und meist ohne jegliche Komplikation aus. Als Abheilzeit kann man von ca. 4 Wochen ausgehen.

Der Heilungsprozess eines Intim-Piercings variiert von 2 Wochen bis 6 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere Piercings auch, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden.

Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Ein Verbot für Sex gibt es dabei nicht; üblicherweise hält man ein paar Tage Pause bis zum nächsten Akt.

Als Geheimtipp sei auf den eigenen Urin verwiesen, der die Heilung massiv beschleunigt.

Variation:

Variationen und Kombinationen sind möglich.

Alternativen zum tiefen KVH stellen sowohl das vertikale als auch das horizontale KVH dar.

Das Triangle-Piercing ist übrigens auch an der Vorhaut gestochen – allerdings am untersten Ende; es wird daher nicht mehr zu den Klitorisvorhaut-Piercings gezählt.