Das Hafada-Piercing, auch Scrotal genannt, ist ein Intim-Piercing am Hodensack des Mannes.

Man kann das Hafada beliebig platzieren und auch mit anderen kombinieren. So entsteht ein Scrotal Ladder Piercing (Hafada-Leiter).

Stechen:

Das Hafada wird gewöhnlich nicht sehr tief gestochen und obwohl es sich beim Hafada eigentlich um ein Oberflächen-Piercing handelt, ist die Gefahr des Herauswachsens aufgrund der Flexibilität der Haut am Hodensack wirklich sehr gering.

Zum Einsatz kommen meist Ringe, später kann man auch Barbell einsetzen. Man kann die Hafada-Piercings auch entsprechend dehnen.

Schmuck:

Das Piercing kann wahlweise mit einem Ball Closure-Ring oder einem Barbell gestochen werden, je nach Wunsch in 1,6 mm oder 2,0 mm Stärke. Später kann man das Piercing auch größer dehnen.

Abheilung:

Die Abheildauer kann 3–12 Wochen betragen. Während des Heilungsprozesses ist eine regelmäßige Reinigung unbedingt erforderlich.

Der Heilungsprozess eines Intim-Piercings variiert von 2 Wochen bis 6 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere Piercings auch, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden.

Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Auf sexuellen Verkehr sollte während der ersten Tage verzichtet werden, eventuell anfangs ein Kondom benutzen.

Der eigene Urin ist auch hier ein Geheimtipp, wenn es schnell verheilen soll.

Reiz:

Der Reiz des Hafada ist eigentlich rein optisch. Natürlich spürt die Partnerin das Hafada unter Umständen beim Verkehr, je nachdem, wie nah es am Penisschaft gestochen ist.

Trägt man eine Scrotal Ladder, so spürt der Partner die Piercings am Hodensack auch beim Verkehr.

Das Lorum-Piercing wird oft als Keuschheits-Piercing in der SM-Szene verwendet und mit einem Frenum kombiniert, um im Penis die Erektion durch ein Schloss in beiden Piercings zu unterbinden.

Variation:

  1. Transscrotal-Piercing:

Ein Piercing, das auf der Vorderseite des Hodensacks ein- und auf der Rückseite wieder austritt, nennt man Transscrotal, da es durch den Hodensack hindurch geht (es geht nicht durch die Hoden selbst).

  1. Scrotal Ladder Piercings:

Oft werden auch mehrere Hafada-Piercings in einer Reihe getragen oder anderweitig symmetrisch angebracht. Sind mehrere untereinander angeordnete Piercings wie die Sprossen einer Leiter entlang des Hodensackes gestochen worden so spricht man von einer Scrotal Ladder (Hafada-Leiter).

  1. Lorum (Low Frenum):

Das Lorum ist nichts anderes als ein Hafada, das direkt am Übergang vom Penisschaft zum Hodensack gestochen wird. Es ist also genau in der Falte, wo der Hodensack beginnt.

Ein Lorum und ein Frenum werden für SM-Spiele gern kombiniert, um eine Erektion mittels eines Schlosses durch die beiden Piercings zu verhindern.