Das Piercing wurde erstmals Ende der 90er Jahre als Verbesserung des etwas riskanteren Isabella-Piercings gestochen.

Es ist also ein sehr junges Piercing, das ein verlängertes Christina-Piercing darstellt. Man sticht folglich unterhalb der Klitorisvorhaut ein und endet am Schambein.

Allerdings wird das Piercing eher seltener gestochen als das beliebte vertikale Klitorisvorhaut -Piercing.

Position:

Das obere Ende befindet sich, ähnlich dem Christina-Piercing, auf dem Venushügel, das untere knapp oberhalb der Klitoris unter der Klitorisvorhaut. Es kann somit als Kombination aus vertikalem Klitorisvorhaut-Piercing und Christina-Piercing betrachtet werden, jedoch mit einem wesentlich längeren Stichkanal.

Schmuck:

Zum Einsatz geeignet sind ein Bananabell oder ein Surface Bar mit einer Materialstärke von 1,6 Millimetern. Empfohlen wird oft Schmuck aus dem flexiblen Material PTFE. Im Grunde ist das Christina ein Oberflächenpiercing und sollte dementsprechend tief gestochen werden. Die Stichlänge variiert von Kunde zu Kunde entsprechend auch die Material auswahl.

Abheilung:

Das Nefertiti-Piercing sollte nach etwa 3 bis 4 Monaten abgeheilt sein. Da es sich um ein Oberflächen-Piercing und Schleimhaut Piercing handelt, kann es während der Heilungsphase zu Komplikationen kommen. aufgrund der Position des Piercings ist der Stichkanal stark in Bewegung und Reibung ausgesetzt Das Piercing sollte für die Intimrasur während der Heilung nicht entfernt werden; sofern es bereits vollständig abgeheilt ist, kann es vor der Rasur herausgenommen werden.

Ein Nefertiti-Piercing heilt schnell und meist ohne Komplikation aus. Als Abheilzeit kann man von ca. 3–4 Monaten ausgehen. Der Heilungsprozess eines Intim-Piercings variiert von 2 Wochen bis 6 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere Piercings auch, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden. Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Ein Verbot für Sex gibt es nicht; üblicherweise hält man ein paar Tage Pause bis zum nächsten Akt und stimuliert die gestochene Stelle nicht.

Als Geheimtipp sei auf den eigenen Urin verwiesen, der die Heilung massiv beschleunigt.

Schmuck:

Als Schmuck empfiehlt sich ein biegsamer Stift aus PTFE. Bei einem kürzeren Stichkanal kann später unter Umständen ein Barbell verwendet werden; als Erstschmuck ist er jedoch ungeeignet, da er zu starr ist und Druck auf die Stelle ausüben kann.

Vergleich zu ähnlichen Piercings/Vorteile:

Das Nefertiti vereint die Vorteile eines Klitorisvorhaut-Piercings und eines Christina-Piercings. Es bietet die Stimulanz und sexuellen Vorzüge eines Klitorisvorhaut-Piercings, besitzt jedoch einen zusätzlichen ästhetischen Reiz durch die höherliegende Austrittsstelle, was dazu führt, dass das Piercing im Stehen sichtbar ist.

Gegenüber dem Christina-Piercing hat es den Vorteil, dass es weniger stark zum Herauswachsen neigt, allerdings ist die Gefahr des Hängenbleibens dennoch gegeben. Auch das Rasieren ist hier etwas anspruchsvoller.

Das Piercing ist ungefährlich, es können keine wichtigen Nerven geschädigt werden. Im Vergleich zum Klitorisvorhaut-Piercing aber ist die Abheildauer um Einiges länger und es erfordert langwierige wie auch intensive Pflege durch die Trägerin.

Alternative:

Alternativ kann man sich ein vertikales Klitorisvorhaut-Piercing oder ein Isabella-Piercing stechen lassen.