Das Suitcase Piercing oder T’aint ist die Bezeichnung für ein relativ seltenes, weibliches Intim-Piercing, welches durch die Vagina und den Anus gestochen wird. Das hört sich sehr schlimm an, ist es aber nicht, denn die dort vorhandene Hautschicht misst nur wenige mm.

Lage:

Der Stichkanal dieses Piercings verläuft zwischen dem Anus bzw. dem Enddarm und der Vagina, stellt also im Grunde eine Kombination eines tiefer gestochenen Anus-Piercings mit einem tiefer gestochenen Fourchette-Piercing dar.

Anders gesagt, wird es ca. 1–2 cm tief im Vaginaeingang eingestochen und tritt dann am Anus wieder aus. Der Ring verläuft also durch die Vagina und kommt aus dem Anus wieder heraus.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, einen entsprechend dicken Schmuck zu verwenden.

Abheilung:

Das Suitcase Piercing heilt nicht so leicht wie die anderen Intim-Piercings ab, da im Anus viele Bakterien leben. Daher ist eine gute Pflege das um und auf für den Erfolg des Piercings. Wer sich Mühe gibt, bekommt es in den Griff. Hat sich der Wundkanal erst gebildet, kommt es nur selten zu Infektionen.

Als Abheilzeit kann man von ca. 3–5 Monaten ausgehen.

Der Heilungsprozess eines Intim-Piercings variiert von 2 Wochen bis 6 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere Piercings auch, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden. Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Ein Verbot für Sex gibt es nicht; üblicherweise hält man ein paar Tage Pause bis zum nächsten Akt und stimuliert die gestochene Stelle nicht.

Reiz:

Frauen, die auf den Geschmack von Analverkehr gekommen sind und auch beim Verkehr gern zusätzlich anal stimuliert werden, sind von diesem Piercing begeistert.

Das Piercing stimuliert aufgrund seiner Lage die Vagina und den Anus beim Verkehr – egal, ob dieser vaginal oder anal stattfindet.

Das Piercing ist sehr selten zu finden und hat auch daher seinen Reiz; man ist quasi ein lebendes Unikat.

Schmuck:

Als Schmuck eignet sich ein Ring von mindestens 2,0 mm Stärke mit einem entsprechend großen Durchmesser. Nur so ist ein bequemes Tragen im Altag möglich. Später kann der Ring der Anatomie angepasst werden.

Alternative:

Entweder das Anus-Piercing, das weibliche Guiche-Piercing oder das Fourchette-Piercing