ÜBER DEN PROZESS DES PIERCEN

Was passiert beim Piercen & Dehnen?

Wir unterscheiden zwischen der klassischen Piercing-Technik und den neuen Techniken bei Surface Piercings:

Piercing:
Klassisch und über Jahre bewährt: das Piercen, also das Durchstechen der Haut mit einer sterilen Einwegvenenverweilkanüle (Venflon). 
Wir stechen die meisten Piercings von 1,2 mm bis 2,0 mm mit sterilen Einwegkanülen. Je nach Wunsch und Körperstelle entscheiden wir mit Ihnen zusammen, was das Beste für Sie ist. Natürlich verwenden wir nur sterilen Titan- bzw. PTFE-Schmuck als Ersteinsatz.

 

Surface Piercing:
Surface Piercings sind im Trend. Ob an der Hüfte, im Nacken, im Gesicht – jeder hat es, jeder will es. Wir stechen Surface Piercings mit viel Know-how und Erfahrung. Auch hier kann man auf unser Wissen und unsere Expertise vertrauen. Jedoch sollte jeder Kunde wissen, dass Surface Piercings meist irgendwann vom Körper abgestoßen und dann entfernt werden sollten.

 

Single-Point Surface Piercing:
Die neuen Schmuckstücke, die für viel Aufsehen sorgen, heißen umgangssprachlich „Implantate“, sind aber keine echten Implantate wie z. B. ein Brustimplantat, sondern Single-Point Surface Piercings, da es nur einen Zugang gibt. Man nennt diese Art von Schmuckstücken Dermal Anchor. Sie können sich verschiedenste Aufsätze mit und ohne Stein an fast allen Körperstellen platzieren lassen. Wir arbeiten nach der neuesten Technik, verfügen über entsprechendes Fachwissen und auch über das notwendige Arbeitsmaterial. Nur so können wir Ihnen ruhigen Gewissens ein Single-Point Surface Piercing einsetzen.
Auch diese Surface Piercings werden irgendwann vom Körper abgestoßen und sollten dann fachgerecht entfernt werden.

 

Dehnen:
Wir piercen nicht nur, sondern dehnen auch Earlobes (Ohrläppchen) und Intim-Piercings etc.
Wenn man später das eigene Earlobe dehnen will, spart man sich viel Zeit und einigen Ärger, wenn man gleich zu Anfang das Lobe mit 2,0 mm stechen lässt.
Bei den Ohrknorpel-Piercings hingegen empfehlen wir die klassische Methode des Piercens mit 1,2 mm bis 1,6 mm.
Jedes Piercings kann man Dehnen, jedoch ist das nicht immer sinnvoll. Bei einigen wird das sogar empfohlen (damit sie nicht auswachsen), bei anderen hingegen wachsen Piercings nach dem Dehnen erst recht aus. Daher sollte nur ein Profi dehnen und der Kunde sich auf dessen Rat und Empfehlung verlassen. Hier und da dehnt man auch ein fast zugewachsenes Piercing-Loch bzw. dessen Stichkanal auf. So spart man sich das neue Stechen und damit verbundene Kosten, da das Dehnen billiger ist. Zudem stellt es keinen neuen Eingriff und somit ein geringeres Abheilungsrisiko dar.
Egal, warum und was gedehnt werden soll – wir machen es so, dass es für den Kunden am besten ist.

 

Piercen/Dehnen & Co.
Alles schön und gut, wir können viel und wissen wie es geht. Nur durchführen können wir nicht alles, wenn das Gesetz dies verbietet oder die Anatomie eines Kunden etwas nicht zulässt. Daher wird immer vor dem Eingriff beim Eintreffen im Piercing-Studio entschieden, was gemacht oder unterlassen wird. Zusammen mit dem Kunden ist abzustimmen, was für ihn und das gewünschte Resultat unter Berücksichtigung der Gesundheit und Anatomie unbedenklich umsetzbar ist.