Zusammen mit dem horizontalen Klitorisvorhaut-Piercing das wohl beliebteste Intim-Piercing.

Das KVH-V ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden; der Grund hierfür liegt auf der Hand: Zum einen stimuliert es die Trägerin sehr, zum anderen sieht es atemberaubend aus.

Das Piercing passt sich der natürlichen Gegebenheit perfekt an und sieht aus, als ob es schon immer dazu gehören würde.

Da das Piercing problemlos und schnell abheilt, gibt es keinen Grund, der gegen seine Anbringung

Die Männer lieben es, die Frauen genießen es.

Reiz:

Der sexuelle Lustgewinn ist beim vertikalen KVH um ein Vielfaches größer als beim horizontalen KVH, da das Piercing viel stärker und viel enger auf der Klitoris aufliegt, weshalb es diese immer angenehm stimuliert.

Das heißt nicht, dass man ständig von dem Piercing stimuliert würde: Es entfaltet seine Funktion erst, wenn es auch wirklich vom Partner oder von der Trägerin stimuliert wird, also bspw. nicht in der U-Bahn oder im Büro.

Je nach Kugelgröße und Stablänge kann man die Stimulation verstärken oder abschwächen.

Neuerdings gibt es für diese Piercings Kugeln, die – wie Liebeskugeln – kleine Kugeln im Inneren haben, was dann die Piercing-Kugel zu einem leichten Vibrieren bringt.

Die meisten Frauen sind sich dahingehend einig, dass das Piercing ein wahrer Glücksbringer ist, wenn es um Gefühle und Orgasmus geht.

Schmuck:

Es gibt auch hier unzählige Möglichkeiten und Schmuckvariationen dessen, wie man das KVH schmücken kann. Meist raten wir zum Einsatz einer Banane, also einem leicht gebogenen Stab in 1,6 mm Stärke. Selten jedoch wird ein vertikales KVH auf 2,0 mm oder 2,5 mm gedehnt.

Anfangs kommt immer ein etwas längerer Stab zum Einsatz, welcher nach ca. zwei Wochen gegen einen kürzeren getauscht wird. Je nach Anatomie und Kundenwunsch passen wir die Länge individuell an.

Die Kugelgröße macht viel aus. Anfangs empfehlen wir immer die Kombination aus 4 mm oben und 5 mm unten. Später wollen die meisten Frauen, bedingt durch die sich dadurch auslösende Stimulation, größere Kugeln. Dann greift man zu einer Kombination von 5- und 6 mm- oder 6- und 8 mm-Kugeln. Alternativ kann man auch die vibrierenden Kugeln („Rattle Balls“) verwenden, welche 6 mm groß sind.

Wenige Kundinnen tragen im vertikalen KVH einen Ring, aber ab und zu kommt es vor, dass so etwas eingesetzt wird.

Wie dem auch sei: Wir haben für jeden Wunsch den passenden Schmuck.

Abheilung:

Das Klitorisvorhaut-Piercing heilt allgemein unglaublich schnell und meist ohne jegliche Komplikation aus. Als Abheilzeit kann man von ca. 2 Wochen ausgehen.

Der Heilungsprozess eines Intim-Piercings variiert von 2 Wochen bis 6 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere Piercings sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden. Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genant) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Ein Verbot für Sex gibt es nicht; üblicherweise hält man ein paar Tage Pause bis zum nächsten Akt.

Als Geheimtipp sei auf den eigenen Urin verwiesen, der die Heilung massiv beschleunigt.

Platzierung:

Nur die richtige Platzierung ermöglicht die gewünschte Stimulation auf der Klitoris. Ich habe schon so viele falsch gestochene Klitorisvorhaut-Piercings gesehen, welche die Trägerin nicht stimulieren, sondern nur behindern.

Daher das Bild zum besseren Verständnis dessen, wie das Piercing sitzen sollte und wo man es stechen muss. Was hier einfach aussieht, ist in der Realität sehr schwer umzusetzen. Daher bitte nur zu einem wirklich erfahrenen Piercer mit guter Reputation gehen, denn jeder kann von sich behaupten: „ich kann das“.

Wer bereits ein Klitorisvorhaut-Piercing hat und nicht weiß, ob es richtig gestochen ist, dem hilft dieses Bild ein wenig. Das Piercing muss wirklich unter der Vorhaut herauskommen und darf diese nicht spalten. Auch die Länge muss bis zum höchsten Punkt der Vorhaut reichen, erst dann darf nach oben ausgestochen werden.

Wenn ein solches Piercing nicht stimuliert, ist es mit Sicherheit falsch gestochen worden.

Variation:

Variationen und Kombinationen sind möglich. Viele verwandeln ihr vertikales KVH in ein Magic Cross oder auch in ein Diana-Piercing.

Alternativen zum vertikalen KVH stellen bspw. das horizontale KVH oder das tiefer gestochene KVH dar.

Das Triangle Piercing wird übrigens auch an der Vorhaut gestochen, allerdings am untersten Ende; es wird daher nicht mehr zu den Klitorisvorhaut-Piercings gezählt.