Triangle steht für ‚Dreieck‘. Die Stelle des Piercings ist quasi die obere Spitze des Dreiecks, welches sich visuell aus den inneren Labien und der Klitorisvorhaut ergibt.

Es verläuft von der Vorhaut aus gesehen recht tief unter/hinter der Klitoris und horizontal durch die Klitorisvorhaut – an der Stelle, wo die Klitorisvorhaut in die kleinen Schamlippen übergeht.

Stechen:

Das Piercing kann nur gestochen werden, wenn die anatomischen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Konkret bedeutet dies, dass unterhalb der Klitoris genügend Gewebe vorhanden sein muss, so dass ausreichend Platz für den Schmuck bleibt. Auch bei stark ausgeprägten äußeren Schamlippen kann es dazu kommen, dass das Piercing möglicherweise unbequem zu tragen ist, da es permanent verdreht und eingeklemmt wird. Ob das Piercing problemlos durchführbar ist, lässt sich letztlich nur im Vorgespräch mit dem Piercer klären.

Stimulation:

Das Triangle-Piercing wird als sehr angenehm beschrieben. Es ist neben dem Isabella-Piercing das einzige Piercing, welches die Klitoris von hinten stimulieren kann.

Das Piercing soll durch die rückseitige Stimulation der Klitoris wirklich schöne Gefühle bei der Trägerin verursachen.

Abheilung:

Ein Triangle Piercing heilt schnell und meist ohne Komplikation aus. Als Abheilzeit kann man von ca. 4–6 Wochen ausgehen. Der Heilungsprozess eines Intim-Piercings variiert von 2 Wochen bis 6 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere Piercings auch, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden. Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Piercings selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Ein Verbot für Sex gibt es nicht; üblicherweise hält man ein paar Tage Pause bis zum nächsten Akt und stimuliert die gestochene Stelle nicht.

Als Geheimtipp sei auf den eigenen Urin verwiesen, der die Heilung massiv beschleunigt.

Schmuck:

Als Schmuck empfiehlt sich anfangs immer ein Ring mit einer Klemmkugel im Durchmesser von 1,6 mm und einer Ringgröße entsprechend der Anatomie der Trägerin.

Geschichte:

Das Piercing kam aus den USA nach Europa; immer mehr Frauen fragen hier danach und sind begeistert, wenn sie ein Piercing-Studio finden, welches das Piercing auch kennt und sticht.

Alternativen:

Hier kommen als Alternativen das vertikale Klitorisvorhaut-Piercing, das Klitoris-Piercing oder ein tief gestochenes Klitorisvorhaut-Piercing in Betracht.