Das mit einem Ring gestochene Nasen-Piercing ist eine sehr schöne Alternative zu einem Stecker. Man sollte, wenn man einen Ring tragen möchte, gleich von Beginn an einen stechen lassen, denn der Stichwinkel ist ein anderer und wenn der Ring perfekt und enganliegend sitzen soll, muss er wirklich von Anfang an so gepierct werden.

Wir nehmen dabei vorher genau Maß und platzieren den Ring an der exakt richtigen Stelle, den Wünschen des Kunden entsprechend.

Von einem Ring auf einen Stecker zu wechseln, ist durchaus möglich (Labret Stud oder PTFE-Steck-Piercing in 1,2 mm). Von einem normalen Nasenstecker auf einen Ring zu wechseln ist nicht so einfach, da der Nasenstecker kleiner ist bzw. man dann den Stichkanal dehnen muss und der Abstand vom Nasenloch zum Ring nie 100% passen wird.

Wir führen ein riesiges Sortiment an Nasen-Piercing-Ringen von 0,8 mm/1,0 mm/1,2 mm/1,6 mm und 2,0 mm in den Durchmessern 6 mm/7 mm/8 mm/9 mm/10 mm und in allen Kombinationen. So haben wir Continuous-Nasenringe, offene Hoops, Hufeisen (offene Ringe) Klemmkugelringe und Segmentringe bis hin zu Clickern – natürlich in allen Materialien und Farben und auch in allen Metallen und Edelmetallen, sogar mit Diamanten.

Geschichte:

Erstmals wurde das Piercing vor etwa 4 000 Jahren im Mittleren Osten praktiziert. Von dort ging es im 16. Jahrhundert nach Indien über. Piercing-Schmuck wird in Indien häufig getragen, vorzugsweise am linken Nasenflügel, da angenommen wird, eine Geburt verlaufe dadurch einfacher. Dieser Glaube beruht auf der Ayurveda-Medizin, derzufolge diese Körperregion eng mit den weiblichen Geschlechtsorganen in Zusammenhang steht. In den 1960er und 70er Jahren wurde es von der Hippie-Kultur übernommen und später auch von der Punkbewegung entdeckt. Heute hat es sich in verschiedensten Jugendkulturen etabliert. Zur Popularisierung des Nostril-Piercings trugen auch Popstars wie Lenny Kravitz, Slash und Dennis Rodman bei.

Abheilung und Pflege:

Der Heilungsprozess eines Nasen-Piercings variiert von 1 bis 3 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere äußere Piercings, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden. Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei diesem Piercing zwar selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) gut entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Schmuck:

Beim Nasen-Piercing mit einem Ring wird zumeist ein klassisches BCR, also ein Klemmkugelring (sehr schön und häufig), verwendet. Wer keine Kugel sehen will und einfach einen geschlossenen Ring bevorzugt, der trägt einen Segmentring. Wer gern Kugeln mag, kann natürlich auch ein CBR nehmen, also einen halboffenen Ring mit zwei Kugeln.

Zu guter Letzt kann man statt eines Rings auch ein Labret in der Nase tragen, damit sich der Stichkanal nicht schließt und der Ring hinterher wieder passt.

Zu beachten:

Auf keinen Fall sollte das Piercing mit einer Ohrloch-Pistole oder auch einer speziellen Nasen-Piercing-Pistole geschossen werden, da bei dieser Methode der Knorpel zerfetzt wird und es erhebliche Einschränkungen für den Heilungsprozess bedeutet. Außerdem ist der Verschluss des Ohrsteckers in der Nase sehr unangenehm bzw. ist der Stecker bei der Nasen-Piercing-Pistole sehr spitz, was auch zu Verletzungen der Nasenscheidewand führen wird.

Von der sogenannten Nasenpistole wird auch deshalb mit Nachdruck abgeraten, da der Erststecker nicht steril ist und zudem am Ende eine scharfe Spitze aufweist, die auch beim Tragen sehr weh tun kann.