Ein Septum-Piercing ist ein Piercing durch die Nasenscheidewand. Der Name leitet sich vom lateinischen Begriff für diese ab: ‚Septum nasi‘ = ‚Nasenscheidewand‘.

Zur Info:Beim Zungen-Piercing wird auch das Zungenseptum durchstochen.

Geschichte:

Das Septum-Piercing ist traditionell eines der am weitesten verbreiteten Piercings gleich nach dem Ohr-Piercing. Es findet sich auch in weit mehr Kulturen als das Nostril-Piercing. So ist das Piercing bei vielen Stämmen der Salomonen, Irian Jayas und Papua-Neuguineas verbreitet. In dieser Gegend ist es üblich, sogenannte Tusks als Schmuck zu tragen. Septum-Piercings wurden zum Beispiel von Indianern als Schmuck getragen. Die Häuptlinge der Shawnee, Tenskwatawa und Tecumseh etwa trugen solche Nasenringe.

Eine Stele (Bildsäule) des assyrischen Königs Assurhaddon von 672 v. Chr. aus Zincirli zeigt, wie Assurhaddon die hier sehr klein dargestellten Könige von Tyros und Ägypten an Seilen hält, die in den Nasenringen der Unterworfenen befestigt sind. Dies stellt wohl kaum einen realen Vorgang dar, sondern soll die sklavenähnliche Abhängigkeit der Vasallen zeigen.

Heute tragen Männer wie auch Frauen das Septum aus ästhetischen Gründen, da es ein schönes Piercing im Gesicht ist.

Man kann das Septum stark sichtbar bis unsichtbar tragen, denn die unzähligen Schmuckvarianten ermöglichen jede Optik – vom Sexylook bis zum Vamplook. Jedem das seine.

Abheilung und Pflege:

Der Heilungsprozess eines Septum-Piercings variiert von 1 bis 3 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere äußere Piercings, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden. Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei diesem Piercing zwar selten auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) gut entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.

Schmuck:

Meist werden BCR (Ball Closure-Rings) und CBR (= Hufeisen- oder Halboffen-Ringe; Circular Barbell Rings) getragen. Es ist jedoch auch möglich, eine Banane zu tragen.

Beim Einsatz einer Banane, also einem gebogenen Barbell, besteht der Vorteil darin, dass man das Piercing eigentlich kaum sieht bzw. dass es praktisch ‚unsichtbar‘ getragen werden kann, wenn man es nach oben dreht.

Septril Piercing

Wenn man das Septum gedehnt hat, kann man sich ein Septril stechen lassen. Es trägt dann eine Piercing-Kugel unterhalb des Septums in der Mitte der beiden Nasenlöcher.

Vorher muss jedoch ein gedehntes Septum Piercing vorhanden sein, um dann das Septril zu stechen und mit einem Labret zu versehen.