Ein Helix-Piercing ist ein Piercing an der Ohrkante, welches durch Knorpelgewebe gestochen wird.

Da das Knorpelgewebe nicht durchblutet ist, kann der Heilungsprozess wesentlich mehr Zeit beanspruchen, als dies zum Beispiel beim Lobe-Piercing der Fall ist; außerdem können Druckschmerzen auftreten.

Das Helix wird oft mit dem Conch verwechselt, d.h. neun von zehn Kunden, die sich ein Helix stechen lassen möchten, meinen eigentlich das Conch Piercing.

Je nach Position des Ringes unterscheidet man ein Inner- bzw. Outer Helix.

Stechen eines Helix-Piercings

Eine Alternative zum Stechen mit einem Venenkatheter ist das Punchen. Dabei wird etwas Knorpelgewebe entfernt, wodurch Druckschmerzen vermindert werden oder ganz ausbleiben und die Zeit der Heilung verkürzt wird. Häufig wird als Einsatz ein Ball Closure-Ring verwendet. Das Helix-Piercing wird sehr oft mit dem Conch-Piercing verwechselt.

Heilung und Pflege:

Der Heilungsprozess eines Helix-Piercings variiert von 3 bis 8 Monaten bis zur vollständigen Heilung, selten dauert es noch länger. Wie andere äußere Piercings, sollte es mindestens in den ersten 3 Wochen zweimal täglich mit ProntoLind-Spray gereinigt und danach mit ProntoLind-Gel bestrichen werden.

Wichtig hierbei ist, die gepiercte Stelle sowie das Piercing nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen anzufassen. Mit der richtigen Pflege und den richtigen Pflegemitteln kann dem bei Knorpel-Piercings gern auftretenden Wildwuchs (auch wildes Fleisch genannt) entgegengewirkt werden.

Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis sollten vermieden werden.